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Keine erfolgreiche Imkerei ohne gewissenhafter Königinnenzucht.

So oder so ähnlich könnte die Überschrift einer Zuchtanleitung lauten, doch ist die Durchführung einer erfolgreichen Königinnenzucht von mehreren Faktoren abhängig und daher nicht ganz einfach durchzuführen.

Vor dem Hintergrund der Mehrfachpaarung bei den Bienen beginnen bereits hier die ersten oftmals unüberwindbaren Probleme; eine Anpaarung, wie wir sie aus der Viehwirtschaft kennen, ist nicht möglich.

Folgende Faktoren sind für eine erfolgreiche Zucht unabdingbar,
u n a b h ä n g i g von der Bienenrasse:

Selektion
Bei der Auswahl von Zuchtvölkern greifen viele Züchter auf die Vermessung von biometrischen Merkmalen zurück, wie z. B. dem Cubitalindex.

Der sei hier wie folgt genannt:

Rasse Merkmal Cubitalindex (a/b)
Apis melifera melifera Durchschnitt
Minimum/Maximum
1,7
1,4-2,1
Apis melifera carnica Durchschnitt
Minimum/Maximum
2,6
2,3-3,2
Apis melifera ligustica Durchschnitt
Minimum/Maximum
2,3
2,0-2,7

Natürlich können weitergehende biometrische Merkmale wie Haarlänge, Breite der Filzbinden, Rüssellänge oder die allgemeine Färbung vermessen werden, um ein besseres Untersuchungsergebnis zu erzielen.

Ebenso ist auch eine Selektion rein nach Verhaltensmerkmalen möglich (und in der Buckfastzucht besonders beliebt) Merkmalsbeispiele: Sanftmut, Schwarmträgheit, Wabenfestigkeit, Vitalität, Varroatoleranz.

Diese Merkmale seien hier nur exemplarisch genannt und werden in der tatsächlichen Zuchtarbeit oftmals noch um andere wünschenswerte Eigenschaften erweitert.

Probleme bei dieser Methode bildet oftmals ein zu kleiner Pool an Beobachtungsvölkern. Je Linie sind mindestens 10 Völker unabdingbar, doch erst ab einer Zahl von ungefähr 50 Versuchsvölkern kann hier von seriösen Auswahlergebnissen gesprochen werden.