Quelle: Wikimedia Foundation
Es gibt verschiedene Erkrankungen der Bienen und ihrer Brut.
Sie teilen sich auf in Erkrankungen der Bienenbrut mit Kalkbrut und Steinbrut (MYKOSEN) und in gutartige (europäische) respektive in bösartige, Amerikanische Faulbrut (BAKTERIOSEN).
Bei der Amerikanischen Faulbrut handelt es sich um eine anzeigepflichtige Seuche, verursacht durch den Erreger Paenibacillus larvae larvae.
Weitere Erkrankungen der Brut sind Sackbrut mit dem Erreger SBV (VIROSEN) und die VARROOSE (Erreger: Varroa destructor). Es handelt sich hierbei um eine behandlungspflichtige Bienenseuche, doch wie wird hier behandelt? Vergessen wir nicht: Es ist unsere Pflicht, gegen diese Seuche tätig zu werden.
Wie schon eingangs erwähnt, sind die momentanen Behandlungskonzepte in Deutschland entweder nicht ausgereift oder schlecht vermittelt worden, denn das Auswinterungsergebnis und die Summe der eingegangenen Völker liegt im Jahresmittel bei 20 bis 30 %.
Dies sind nur die offiziellen Zahlen; eigentlich kann keiner genau sagen, wieviele Völker tatsächlich an der Varroa eingehen, denn a) viele Imker merken garnicht, dass das Volk diesem Parasit zum Opfer gefallen ist, weil er gar kein Volk mehr vorfindet und nach anderen Ursachen sucht oder b) schämen sich einfach, die Verluste einzugestehen und kaufen sich einfach im Frühjahr neue Völker.
Da die anderen oben geschilderten Brutkrankheiten eher selten auftreten, die Parasitierung durch die Varroamilbe aber mittlerweile tertiär ist (also in jedem Volk vorkommend), liegt es auf der Hand, diese Erkrankung und ihre Heilung in den Mittelpunkt unserer Bemühungen zu stellen.
Die Varroa ist die Geisel unserer Zeit, der Parasit, der die Imkerei unschön gemacht hat, Imker an den Rand der Verzweiflung gebracht hat. Viele haben auch schon aufgegeben und halten keine Bienen mehr; die Imkerei ist nicht mehr uneingeschränkt als Hobby geeignet. Vorkenntnisse sind dringend erfoderlich einfach Bienen halten "wie früher" geht leider nicht mehr. Wer dies trotzdem so plant, hat schnell keine Bienenvölker mehr.
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Geschwächt durch die Varroamilbe ist der Bienenorganismus nur zu empfänglich für verschiedene Viruserkrankungen wie DWV (Deformed Wing Virus) oder Flügel-Missbildungs-Virus, SBV oder Sackbrut-Virus und BVX (Bee Virus X), BVY (Bee Virus Y), CPV oder Chronischer Paralysevirus und weitere andere unangenehme Virenbegleiterscheinungen.
Es gilt als sicher, dass Bienenvölker, die von der Varroamilbe nicht geschwächt sind, sehr selten an Viruserkrankungen leiden.
Bei sorgfältig ausgesuchten, trockenen und sonnigen Standplätzen mit einer guten Pollenversorgung undreichlichem Trachtangebot (notfalls müßen Sie Ihre Bienenvölker bewegen, also auf Wanderung gehen, denn: Benzin ist der beste Nektar für die Bienen!) haben Erkrankungen wie Kalk- oder Steinbrut selten eine echte Chance.
Achten Sie auf peinliche Sauberkeit (Desinfektion der Beuten, wir empfehlen Holzbeuten, weil diese am besten mit Gasbrennern ausgebrannt und somit sehr gründlich desinfiziert werden können), lassen Sie Ihre Bienen bauen, tolerieren also keine dunkle Waben und vermeiden Sie Räuberei auf Ihren Bienenständen.
Und: Verfüttern Sie keinen Auslandshonig.
Somit haben Sie fast alles getan, um oben genannte Erkrankungen nur aus der Literatur zu kennen.
Doch die Varroa, die werden Sie sehr schnell zu Gesicht bekommen, leider.
Also: Reden wir am besten gleich darüber, über das Wesentliche in der Imkerei, die Varroamilbe.