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Motivation & Ziele

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Frei nach Definition ist die Motivation eine zielgerichtete Energie, die benötigt wird, um etwas erfolgreich ausführen zu können.

Sie ist der Motor, der die Welt antreibt.

Die Wurzel der Motivation wird am besten intrinsisch hervorgerufen und kann verschiedene Anschübe haben: Lobbyismus, Populismus, Polemik (unserer Meinung nach besonders in der Imkerei eine verachtenswerte Form von Motivation), aber - Gott sei es gedankt - auch ehrwürdige.

Unsere ZIELE für die Erstellung dieser Internetseite:

Unser besonderes Anliegen ist es, an dieser Stelle unsere innere Motivation für "unser Tun" nachvollziehbar zu erläutern; besonders vor dem Hintergrund, dass - wir erwähnten dies schon zu Beginn - unsere HP keinerlei kommerziellen Ziele verfolgt und durch uns p r i v a t finanziert wird.

Hier könnten dem einen oder anderen Leser Zweifel an unserer Aufrichtigkeit aufkommen und die Tatsache, dass wir einen Königinnenzuchtbetrieb führen, macht die "Sache" nicht weniger spannend...

Im Klartext: Wir wollen hier keine Königinnen verkaufen und werden uns ebenso bemühen (insoweit heutzutage noch möglich), unsere politische Meinung aus Imkerfragen herauszuhalten.

Jedwede Förderung für unsere Internetseite lehnen wir ab, da wir uns hiermit unsere Unabhängigkeit und Objektivität bewahren wollen.

Wir beschäftigen uns seit 1992 mit der Bienenzucht und haben in dieser verhältnismäßig kurzen Zeit als damalige Jungimker viele Höhen und Tiefen durchschritten.

Varroaprobleme gab es damals nicht, waren doch die üblichen Mittel wie Bayvarol und Perizin (Bayer Leverkusen) vollständig und nachhaltig wirksam. Reinvasionen waren besonders durch die Langzeitwirkung des Mittels Bayvarol nicht zu befürchten und es konnte "jeder" imkern, der nur Lust dazu verspürte. Mit unterschiedlichem Erfolg, keine Frage, aber ohne Gefahr von Totalverlusten, wie sie den heutigen Neueinsteigern drohen, jedoch ständig über sie aber auch über uns allen schwebend, wie ein Damoklesschwert.

Und das Rosshaar wurde und wird auch heute wieder immer dünner ...

Das böse Erwachen kam für viele Imker in 2002/03 mit einem Massenbienensterben in Deutschland. Horrormeldungen gingen durch die Medienlandschaft - die Betroffenheit der Öffentlichkeit war groß, aber nicht nachhaltig.

Die Milben waren gegen das o. g. Mittel zu diesem Zeitpunkt resistent geworden.

Es wurde von Regionen berichtet, in denen bis zu 100 % der Bienenvölker an der Varroamilbe eingegangen sind.

Wir sind zu diesem Zeitpunkt mit einem "blauen" Auge davon gekommen, betrieben wir a) damals die Imkerei nur als Nebenerwerb mit einer moderaten Völkerzahl und b) hatten wir bereits in 2001 ein Nachlassen der Wirkung von Bayvarol in unseren Breiten festgestellt und sind schon da auf die Sanierung unserer Bienenvölker mit der Illersitter Milbenplatte (Mit Ameisensäure imprägnierte Platten, heute nicht mehr im Gebrauch) umgestiegen, eine recht zeitintensive Arbeitsmethode (das Problem war die Diagnostik), die sicherlich auch schon damals nicht für Großimkereien geeignet war.

Dieses Bekämpfungssystem hatten wir vollständig erst durch unseren damaligen Imkervorsitzenden Edgar GRAPENGETER (+) (IV Hohenlimburg) verstanden, der mit uns bis zum Schluss einen ehrlichen und kollegialen Umgang pflegte, merkten aber auch hier schnell, dass diese Behandlungsmethode nicht die Lösung für unser Problem sein konnte, war doch die Reinvasion der Milbe in unseren Völkern jedes Jahr recht hoch.

Obwohl unsere Völkerverluste (außer in 2005, da "erwischte" es uns im Rheinland mit 17 Völkern) immer unter 5 % geblieben sind, hatten wir zeitweise recht dezimierte Völker zu beklagen. So retteten wir uns mit Ableger- und Kunstschwarmbildung über die Runden, die automatisch ein nicht unbeträchtliches Anwachsen unserer Imkerei zur Folge hatte.

Wären wir keine wissenschaftliche Ausbildung in der Imkerei durchschritten, hätten wir heute schon lange keine Bienenvölker (oder zumindestens keinen Mut zur Bienenhaltung) mehr - ehrlich gemeinte praktische Hilfe war bei unseren Imkerkollegen so selten zu finden wie ein Hühnerzahn.

Alte Hasen, Gralshüter, Seidenspinner - alle waren sie vertreten: Nur keine Imker, die zur aktiven Hilfe bereit oder dazu fähig waren, was deren eigenen Auswinterungsergebnisse dann im nächsten Jahr bewiesen.

Die Tipps & Tricks, die von unseren Bieneninstituten vermittelt wurden und oftmals noch werden, gaben uns ebenso wenige Hinweise zur Eindämmung unserer Varroaprobleme - woran das hier liegen mag, wollen wir nicht weiter eruieren, doch nur so viel:

Bei regelmäßigen Völkerverlusten von 30 % und mehr in Deutschland ist es nicht immer der dumme Imker, der die Institutsanweisungen zur Bienenvölkerpflege nicht umsetzen kann - der Wissenschaftler m u s s sein Wissen anschaulich, nachvollziehbar, praktikabel, attraktiv und somit auch erfolgreich vermitteln können.

Stellen Sie sich nur einmal vor, bei Klassenarbeiten würden regelmäßig 30 % der Schüler Lehrerbenotungen von "ungenügend" erhalten, also eine 6! - wie wären hier wohl die Karriere- und Zukunftsaussichten des Pädagogen einzuschätzen?

Auch wurde das Problem, den immer mehr werdenden Honig in unserer Imkerei zu vermarkten, ständig größer und brachte uns nicht immer Freunde in der Imkerschaft ein, denn Konkurrenz will ja keiner haben. In diesem Zusammenhang sind auch die Anwerbungsbemühungen von Jungimkern nicht in allen Imkervereinen als aufrichtig anzusehen, wird doch oft eine Kausalität zwischen Jungimker und Neukonkurrent herbeigeführt.

Probleme mit Imkerkollegen aus der Nachbarschaft, Unmutsäußerungen über unsere weltoffene Einstellung zu Bienenrassen von
Imker"kollegen" (einer davon sogar in Amt und Würden eines Landesverbandsvorsitzenden in D E U T S C H L A N D, nicht in Palermo...) bis hin zu Verbot von Belegstellenbeschickung rundeten unsere Erfahrungen als Jungimker ab und hinterliessen einen bitteren Beigeschmack, wie bei einem Kind, nach dem Verzehr von einem Stück Herrenschokolade.

Äquivalente Erfahrungen werden wir Ihnen nicht unbedingt ersparen können, wollen aber Ihr Lotse sein bei der Einfahrt in einen für Sie recht unbekannten Hafen. Weitere Ihrer Lotsen werden erfahrene BERUFSimker und Wissenschaftler sein sowie einige - unserer Meinung nach - sehr erfahrene Hobby- und Nebenerwerbsimker, deren Auswahl wir mit Bedacht getroffen haben.

Sie müßen sich nun nur noch helfen lassen - im Gegensatz zu den herkömmlichen Lotsen nehmen wir keine Gebühr hierfür.

Doch wollen wir zugeben, dass das, was wir hier machen, uns dennoch einen Lohn einbringt, auch wenn nicht monetär fassbar: Ein schönes Gefühl.


Hilfsbereitschaft ist gut für die Seele!
(Oscar Wilde)


Eigenbericht / RL

Ihr Ansprechpartner und Moderator von pro-jungimker:
Ramunas Lange - projungimker@aol.com