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Bild: Dampfwachsschmelzer im Einsatz   
Die Kerzenherstellung ist ein schönes Hobby und gleichzeitig eine interessante Möglichkeit, selbstgemachte Geschenke herstellen zu können. Ganz nebenbei haben Sie eine sinnvolle Verwendung für Ihr Altwachs und kommen nicht auf die unselige Idee, einen eigenen Wachskreislauf aufzubauen. Nur der geizige Imker gießt seine Wachsplatten aus Altwachs aus eigenem Wachskreislauf,denn hier fehlt die Möglichkeit der Erhitzung bis zur
 

Keimfreiheit (Autoklavieren = Sterilität durch Überdruck) und der Vermeidung von Bienenkrankheiten. Der Katzenjammer ist dann vorprogrammiert.

Natürlich haben Sie hier auch die ideale Möglichkeit, Ihre Produktpalette zu erweitern und dabei Ihre Kosten in der Imkerei i n t e l l i g e n t zu senken.

Rechnen Sie einmal mit: Wir verkaufen 1 kg Bienenwachskerzen für 30 EUR - 1 kg Mittelwände aus pestizid-freiem Wachs (z. B. Firma Biorat) kostet hingegen nur rund 12,00 EUR je kg.

Autoklaviert und mit Analyse!

Zur Kerzenherstellung haben Sie die verschiedensten Möglichkeiten:   - Ziehen 
  - Gießen  
  - Drehen 
  - Kneten 

Grundsätzlich benötigen Sie gut temperiertes Wachs (nicht der direkten Hitze aussetzen, da Brandgefahr). Dazu eignet sich am besten ein Wasserbad - wir empfehlen einen handelsüblichen Glühweintopf (um 85,00 EUR, im Handel erhältlich, z. B. im Westfalia-Markt in Hagen) - ideale Temperatur: 68 Grad Celsius.

Als Einsatz für den Glühweintopf empfehlen wir den Gebrauch einer Kerzenziehvorrichtung der Firma Spatzier mit 4 Töpfen und Zentrierdeckel. Hiermit hätten Sie gleich "zwei Fliegen mit einer Klappe" geschlagen: Zum einen besäßen Sie ein ideales Gerät, um verschiedenfarbige Wachssorten gleichzeitig zu erwärmen.

Ein Fest - nicht nur für Kinder, denn hier sind die Möglichkeiten schier unbegrenzt.

Zum anderen könnten Sie nach der Kerzensaison den Glühweintopf auch als solchen weiterbenutzen.

Bezugsquellennachweis: www.svm-spatzier.de
Die einfachsten Möglichkeiten, Kerzen herzustellen, sind Kerzengießen und Kerzenziehen. Ansonsten empfiehlt es sich, entsprechende Kurse zu besuchen. Wann und wo diese stattfinden, entnehmen Sie bitte den Imkerzeitschriften. Die Schulungen finden meist im November eines Jahres statt.

Das Kerzenziehen erfordert Geduld und einen Runddocht. Viel mehr benötigen Sie hierbei nicht. Geduld bedeutet, dass Sie zwischen den Tauchvorgängen eine Pause von ca. 30 Sekunden einlegen sollten, da ansonsten die noch warme Wachsschicht die neue Schicht nicht hält und einbrechen kann. Dies ergibt dann unförmige Kerzen.

Kerzengießen erfordert ein wenig mehr. Natürlich auch einen Docht und Wachs, aber eben auch die Form.

Diese können Sie einfach kaufen - eine große Auswahl finden Sie nahezu bei allen Imkereifachgeschäften.

Der Nachteil dieser Formen ist: Sie sind eine reine Handelsware und die Wahrscheinlichkeit, solche Kerzen bei anderen Imkern, Imkereifachgeschäften, Weihnachtsmärkten, ja manchmal sogar in Supermärkten (in 2007 in der Handelskette Aldi) zu finden, ist gross.

Die Herstellung von Formen ist verhältnismäßig einfach; wir wollen die Methode und das große "Geheimnis", wie Kerzenformen hergestellt werden, einmal lüften.

Ganz nebenbei sparen Sie bei der Herstellung von Silikonformen auch Geld, denn im Handel sind dieses erheblich teurer.

Fixieren des Negativs auf einer Pappunterlage mit Heißkleber. Das Negativ kann selbstgemacht sein oder eine bereits bestehende Kerze (bitte hier auf Copyright achten). 
Fixierung der Negative mit einem Metallfolie. Diese befestigen wir ebenso mit Heißkleber am Boden. Die Metallfolie erhalten wir günstig "ausrangiert" in einer Druckerei. Achten Sie hierbei bitte darauf, dass der Abstand zwischen Folie und Negativ nicht zu groß ist, sonst verbrauchen Sie zu viel Silikon (wir empfehlen einen fingerbreiten Abstand einzuhalten).  
Wir benutzen Alpa Sil - hierbei entfällt der Einsatz des geruchsintensiven, giftigen Vernetzers, wie bei den handelsüblichen Silikonarten notwendig.
Es werden lediglich die Komponenten A und B zu gleichen Teilen vermischt.

Die Form härtet bereits nach einer Stunde völlig aus. Wir schneiden dann das Negativ mit einem Skalpell (neues Teppichmesser geht auch) vorsichtig heraus. Eine neue Kerzengießform ist entstanden. 
Einfüllen des Silikons - vermeiden Sie beim Einfüllen Luftblasen und arbeiten Sie nicht zu langsam. Keine Sorge alles Übungssache.