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Spricht man mit einem Belegstellenleiter, so sind die Klagen über schlecht vorbereitete Begattungseinehiten nicht selten; hierdurch wird leider oft die Belegstellenquote verfälscht - von den Nachteilen und Enttäuschungen für den Imker, der die Mühen der Vorbereitung umsonst auf sich genommen hat, einmal ganz zu schweigen.

Die häufigsten Fehler:

- zu wenig Futter
- zu kleine Einheiten gebildet (Bienenfleisch fehlt)
- Probleme bei der Zusetzung der unbegatteten Königin - schnell wird dann noch eine Zelle "hineingedrückt". Keine Ausnahmeerscheinung:
Das Völkchen zieht aus.
- Einheit zeigt kein Harmonieverhalten und zieht aus (meist keine Kellerhaft gemacht oder danach vor Transport zur Belegstelle nicht ausfliegen lassen).

EMPFEHLUNG: Verwenden Sie in der Zucht Mini-Plus-Kästchen. Dreistöckig gebildet sind diese übrigens auch noch überwinterungsfähig und dienen als guter Start in die neue Zuchtsaison.

VORAUSSETZUNG:

- Einhaltung der Umlarv- und Zuchtplanung
- Bei Belegstellenbeschickung muß die Weisel 4 bis 5 Tage alt sein, bei der künstlichen Besamung 8 bis max. 10 Tage.

VORBEREITUNG:

- Futterkammer mit Futterteig füllen (Apifonda-Honiggemisch im Verhältnis 3 zu 2; nicht bei späteren Terminen ab Anfang Juli,
hier nur Apifonda, da ansonsten Räubereigefahr)
- Drohnenabsperrgitter von innen an das Flugloch anbringen
- 6 Rähmchen mit Mittelwänden vorbereiten, 3 verbleiben in der Beute, 3 werden vorerst zur Seite gestellt
- Bienen von 2 bis 3 Völkern (am besten aus dem Honigraum) in eine Ruck-Zuck-Kiste fegen, dabei vorsichtig mit Wasser (feiner
Strahl) einsprühen
- 2,5 Suppenkellen (Fassungsvermögen der Kelle ca. 100 ml) Bienen in die Minibeute geben. Dies entspricht ca. 200 Gramm Bienenmasse.
- Geschlüpfte Königin ebenfalls mit einem feinen Strahl Wasser kurz benetzen und mit in die Einheit werfen
- Begattungseinheit nun mit den fehlenden 3 Mittelwänden auffüllen
- Flugloch der Einheit verschließen (Schaumstoff, Styropor, o. ä.)
- Einheit an einen kühlen, dunklen Ort bringen, am besten in den Keller, für 48 Stunden
- Einheit danach abends herausstellen und Flugloch öffnen
- Nun das Völkchen 48 Stunden fliegen lassen, um Pollen und evtl. noch Nektar einbringen zu können
- Einheit überprüfen, ob Weisel vorhanden ist
- Nochmals Futterkammer füllen und - wenn möglich - noch eine Pollenwabe geben
- Abschließend abends Begattungseinheit verschließen und zur Belegstelle transportieren
- Nach 14tägigem Aufenthalt auf der Belegstelle wird kontrolliert, ob frische Brut vorhanden ist; ebenso werden die Futterreserven
aufgefüllt. Zu diesems Zeitpunkt wird nicht nach der Königin gesucht - die Existenz von junger Brut sollte als Kontrollfunktion ausreichen.