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Für diejenigen unter uns, die Drohnenvölker aufbauen wollen, z. B. für die Bildung eines Belegkreises oder für die Vorbereitung einer künstlichen Besamung, hier folgende Hinweise:

Am besten bereiten Sie vier Drohnenvölker von Geschwisterköniginnen vor. Nur der guten Ordnung halber sei hier erwähnt, dass es sich hierbei nur um kontrolliert angepaarte Königinnen handeln darf, die über einen Leistungsnachweis von zwei oder besser drei Jahren verfügen.

Nun Drohnenrahmen vorbereiten - Leerrahmen reicht hier aus, aber besser einen mit Oberträgerbreite von 27 mm oder mit Hoffmann-Seitenteilen und einer Gesamtbreite von 44 mm.

Nachdem fünf bis sechs Tage nach dem Zuhängen vergangen sind, wird das Rähmchen in den Honigraum gehangen (Absperrgitter zwischen Honig- und Brutraum verwenden).

Sowohl links wie rechts von der Drohnenwabe wird der Rahmen mit jüngster Brut eingehangen, damit Jungbienen für die Brutpflege angelockt werden.
Die große Gefahr bei der Drohnenaufzucht ist fehlende Wärme und Pflege, daher: Drohnenwaben immer mittig einhängen und - auch wenn alle Drohnen schon geschlüpft sind - neue junge Brut mit ansitzenden Bienen nach oben hängen. Hiermit gewährleisten Sie eine optimale Fürsorge und Pflege der Vatertiere.

Weiterverwendung der Drohnen bei künstlicher Besamung
Es werden 42 Tage vom Einhängen der Drohnenwabe bis zur Geschlechtsreife der Drohnen gerechnet. Bei Durchführung einer künstlichen Besamung: Drohnen im Alter von 34 Tagen (10 Tage nach dem Schlupf) abends ausfliegen lassen. Hierzu wird einfach der Deckel geöffnet und das Flugloch verschlossen, damit alle Drohnen wieder über den Honigraum zurückkehren. Wenn dies geschehen ist, den Deckel wieder verschließen.

Für die Besamung nur max. 30 Drohnen gleichzeitig fangen (kühlen schnell aus, Spermaproduktion geht dann stark zurück). Der Raum für die Besamung muß eine durchschnittliche Temperatur von 25 bis 30 Grad Celsius aufweisen.

Weiterverwendung der Drohnenvölker bei Belegstelleneinsatz
Hier gehen wir ähnlich vor, wobei wir von Beginn an die Drohnenvölker zwischen Boden und Drohnenabsperrgitter stellen.
Vor dem Abtransport der Vatervölker zu unserer Belegstelle werden die Gitter abends entfernt; immer wieder staunen wir, wie viele zugeflogene Drohnen unter dem Absperrgitter hocken.

Diese Fremddrohnen würden jeden Belegstelleneinsatz in Frage stellen.