Apis mellifera mellifera,
noch zu finden in Ländern wie Litauen Quelle: levo bites - Danke schön.
Die Wahl der richtigen Bienenrasse ist für uns Imker von besonderer Bedeutung - dies mag auch der Grund hierfür sein, warum dieses Thema so intensiv, ja fast leidenschaftlich, diskutiert wird.
Alle Bienenrassen haben ihre Vor- und Nachteile, doch dürfen wir nicht vergessen, dass die Natur mit der ihr zur Verfügung stehenden Mitteln keine Biene hervorbringen konnte, die als die "beste Biene" bezeichnet werden kann. Wie so oft, überwiegen die minderwertigen Eigenschaften die guten Leistungsmerkmale. Hier sehen sich dann Kombinationszüchter in dem, was sie tun, bestätigt.
Da wären wir dann auch bei der Bienenrasse angelangt, die unsere deutsche Imkernation so spaltet:
Die Buckfastbiene
Sie steht im Verdacht, an allem Schuld zu sein, was in den hiesigen Imkereien nicht klappt. Sind die Bienen böse, war es eher der ... böse Nachbarimker, der mit seiner BUCK unsere gesamten Zuchtbemühungen verdorben hat. ... ähnlich wie der Muselmane, der unseren deutschen Ehemännern die Arbeit weggenommen hat.
Hier hat es dann auch wenig Sinn, Gegenargumente zu suchen - solche Diskussionen führen selten zu fruchtbaren Ergebnissen.
Nicht selten sind es dumme, verbohrte Menschen, die leider oftmals einen Querschnitt in unserer Gesellschaft einnehmen und als Diskussionspartner nicht geeignet erscheinen.
Doch warum ist dies so in der Imkerei?
Bedenken wir es einmal nüchtern, kann es gar nicht anders sein, denn jeder ist überzeugt von dem, was er macht, besitzt und liebt.
Es soll auch so sein, dass ein Mensch nach seinen Vorstellungen glücklich werden kann - dies trifft besonders auf die Imker zu, die die Bienenhaltung als Hobby betreiben. Nur, bitte:
Keine Hetze oder gar Diskriminierung andersdenkender Kollegen.
Noch einmal kurz zurück zur Auswahl einer geeigneten Bienenrasse.
Die Betonung liegt auf Bienenrasse, und hier fängt das Problem schon meist an: Eine reine, nicht bastardisierte Bienenrasse zu finden, ist nicht leicht. Die Globalisierung hat auch in den Imkereien Einzug gehalten und machte aus der deutschen Landrasse,
insofern sie noch so genannt werden darf, eine kunterbunte Biene mit Eigenschaften, die nicht vererbbar erscheinen (mancher dankt es hier dem lieben Gott, denn nur die wenigsten dieser Eigenschaften sind wertvoll genug, sie auch tatsächlich erhalten zu wollen).
Der unangenehmste Effekt der wilden Verkreuzungen zeigt sich in der Ausrottung verschiedener, interessanter Bienenrassen anderen steht dieses Schicksal noch unmittelbar bevor.
Dennoch sollte jeder von uns bemüht sein, nur vom reinen Material nachzuzüchten. Hier haben wir auch alle Möglichkeiten der Standbegattung und können mit ein bisschen Züchterglück die Heterosis, die in den F1 und F2-Populationen so interessant, ja gewinnbringend sind, erhalten.
Die typischsten Rassen in unseren Breiten sind Buckfast, Carnica und mit Abstrichen Ligustica.
Vor dem Hintergrund, dass jede natürlich entstandene Bienenrasse mehr minderwertige als überragende Leistungsmerkmale
in sich trägt, erscheint die Buckfastbiene besonders für Anfänger als geeignet, sind hier doch schon vor langer Zeit erbfeste Eigenschaften verankert worden mit dem Ergebnis, eine leicht lenkbare, schwarmträge und friedfertige Biene erzüchtet zu haben.
Da sich diese Internetseite besonders an Anfänger richtet, erlauben wir uns, diese Empfehlung abzugeben.
Vielleicht ist dies politisch nicht korrekt und gegen unsere eigenen Vorsätze, hatten wir uns doch besonders zu Beginn unserer
Internetarbeit vorgenommen, immer neutral sein zu wollen.
Jedoch hielten wir es ebenfalls für "Falsch", keinerlei Tipps bei der Auswahl der Bienenrasse zu geben.
Es handelt sich hierbei um eine reine Gewissensentscheidung.