Begattungseinheiten am Hafen Freest, fertig für den nächtlichen Abtransport
Hier wollen wir Ihnen Belegstellen vorstellen, die wir selbst ausprobiert und mit denen wir gute Erfahrungen gemacht haben.
Einige wenige Belegstellen, die Sie hier finden werden, haben wir nicht selbst beschickt; diese sind uns von sehr zuverlässigen Berufskollegen empfohlen worden. Insofern uns offizielle Belegstellenberichte vorliegen, wollen wir diese gerne auf diesem Wege veröffentichen. Das einzige, worum wir bitten, ist, das Begattungsergebnis nicht mit anzugeben; uns genügen hier tendenzielle Aussagen wie "schlecht", "mittel", "gut" und "sehr gut". Begattungsergebnisse in Prozent werden wir nicht veröffentlichen.
Kein versteckter Vorwurf an die Belegstellenleiter aber dennoch traurige Realität, dass kaum eine Belegstelle Begattungsergebnisse unter 80 % meldet. Woran das liegt, mag nur spekulativ zu beantworten zu sein - vielleicht möchte nicht jeder Imker zugeben,
dass er mit der Begattung "Pech" hatte - doch wecken solche Meldungen nur falsche Erwartungen und bringen vorprogrammierte Enttäuschungen bei anderen, unerfahrenen Beschickern mit sich. Wir führen selbst eine Belegstelle (Landbelegstelle) im Hochsauerland und haben natürlich auch unsere Erfahrungen - es gibt tatsächlich Durchgänge, wo wir bei 92 % Begattungsquote gelegen haben. Doch genauso gut gibt es verregnete Wochen, windige Phasen, gefrässige Vögel ...
Wenn diese Phasen unseren Schnitt auf der Landbelegstelle schon "verhageln", wie ergeht es da Betreibern von Hochgebirgsbelegstellen oder Inselbelegstellen, wo die Bedingungen von Natur aus eher schlecht sind. Denken wir hier nur einmal an unsere Schulzeit zurück: Wie oft können Sie sich daran erinnern, dass der Klassendurchschnitt (sagen wir 30 Klassenarbeiten) bei einem Durchschnitt von 2 (ab 81 % wären wir ja hier) und besser gelegen hat?
So wie es faule und untalentierte Schüler gibt, finden wir natürlich auch überdurchschnittlich Begabte, aber auch Fleiss reicht schon oft aus, um "gut" abzuschneiden. Und das alles ergibt eben einen Durchschnitt, wie auch in der Imkerei, wo besonders Neubeschicker und Jungimker ihre Einheiten falsch vorbereiten - und Möglichkeiten, Fehler zu machen, gibt es hier besonders viele.
Rechnen Sie realistisch damit, dass Sie im Jahresmittel 65 bis 70 % begattete Königinnen die ihren nennen dürfen. Alles andere ist Glück oder Pech...
Um Fehler bei der Vorbereitung Ihrer Einheiten zu vermeiden, möchte wir an dieser Stelle nochmals darum bitten, sich im Vorfeld rechtzeitig mit dem Belegstellenbetreuer in Verbindung zu setzen und sich über die Besonderheiten der Belegstelle zu erkundigen (Pollen- und Nektarangebot auf der Belegstelle, unerwartete Hindernisse, Anfahrt).
