Honig

Honig ist nicht gleich Honig - es gibt hier sehr viele Unterschiede und wer einmal auf den Geschmack gekommen ist, kann hier nur noch schwerlich "Nein" sagen...

Was ist eine Bienendressur und warum ist bei manchen Imkern der Rapshonig heller, der Lindenhonig grünlicher, der Akazienhonig flüssiger?

Wie funktioniert eine Bienendressur, warum wird mit Bienenvölkern gewandert, worin unterscheiden sich Hobbyimker von Berufsimkern?

Mittwoch, 12. Januar 2011 - 20:33 Uhr
Honig für Seltenesser

Lagern Sie Honig kühl und trocken - idealerweise bei 15 Grad Celsius und bei ca. 60 % Raumfeuchtigkeit (optimal bei unter 54 %).
Ideal für die Lagerung von Honig ist eine Vorratskammer (nicht im Kühlschrank, hier kristallisiert Honig und wird auf Dauer sehr hart) -
und: Glauben Sie nicht das Märchen vom Honig, der ewig haltbar ist...

Wahrscheinlich liegt diese Meinung in der Tatsache begründet, dass bei Ausgrabungen in Pyramiden unter anderem auch Honig gefunden wurde, der noch genussfähig war.

Honig, wie jedes andere Lebensmittel auch, verliert durch Lagerung Mineral- und Vitaminstoffe. Zwar langsamer als viele andere Lebensmittel, aber dafür mit Sicherheit - dies haben wissenschaftliche Untersuchungen in Litauen ergeben: Honig sollte nach der Ernte innerhalb von 18 Monaten verzehrt werden.

Dienstag, 11. Januar 2011 - 20:09 Uhr
Buchweizenhonig - da war doch was ...?

Kennen Sie einen Honig, der niemanden kalt lässt?

Entweder schmeckt er einem gut und der Honigliebhaber ist begeistert. Den meisten aber schmeckt er zu stark - manche fühlen sich sogar an ihren letzten Bauernhofurlaub erinnert...

Wir fragen dann schon immer, bevor wir den Honig verkaufen: Welche Essgewohnheiten haben Sie - welche Käsesorten mögen Sie?

Wer mit mildem, jungem Gouda schon fast überfordert ist und bei Limburger Gänsehaut bekommt, dem bieten wir dann einen sehr milden, zurückhaltend aromatischen Blütenhonig aus der Region an.

Übrigens: Buchweizenhonig ist ein sehr aktiver Honig, der nachweislich einen breiteren Wirkungsgrad hat als jedes Hustenmittel. Dies ist wohl auch der Grund, warum wir ihn so gut verkaufen. Gesund: Ja - Lecker: Nicht für jeden

Summa sumarum: Gekauft.

Samstag, 2. Mai 2009 - 19:44 Uhr
Die Bienendressur

Haben Sie sich schon einmal überlegt, warum bei einem
Imker der Rapshonig leicht gelblich ist und bei dem anderen
weiß?
Warum der Lindenhonig dunkelgelb ausfällt, obwohl er doch
in der Literatur als hellgrün beschrieben wird?

Dies alles liegt nicht nur an den Bienen, sondern nicht zuletzt
am Imker. Wer Sortenhonig ernten möchte, kann die Bienen
nicht nur "einfach machen" lassen. Das Ergebnis ist dann immer
ein leckerer Vielblütenhonig, doch eben nicht der erwünschte
Sortenhonig.

Was dann auf dem Etikett steht, ist nicht selten falsch.

Unsere Honige sind - und da sind wir ein wenig stolz darauf -
immer etwas grüner (Lindenhonig), gelb-klar und länger flüssig
(Akazienhonig) und etwas weißer (Rapshonig) als der vieler
anderer Kollegen.

Der Grund:
Wir dressieren die Bienen. Die Völker werden bei der Anwanderung direkt mit im Zuckerwasser eingelegten Blüten
(z. B. Rapsblüten bei Anwanderung der Rapstracht) am Flugloch
begrüßt. Die ersten Bienen finden sofort diese Blüten, "sagen
es ihren Schwestern" und das Volk sucht ausdrücklich nach
Rapsblüten.
Fertig ist der Sortenhonig ...

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