Wissenswertes und Lehrreiches
Informationen rund um die Bienenzucht und Imkerei
Hagen/Breckerfeld. (NO, 27.08.08) „Wenn die Biene von der Erde verschwindet, dann hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben.“ - Dieses Zitat wird Albert Einstein zugeschrieben. Tatsache ist: Viele Nahrungspflanzen des Menschen sind auf die Bestäubung durch Bienen angewiesen. Um so bedrohlicher ist das massenweise Sterben von Bienenvölkern.
Neben Krankheiten werden die nützlichen Insekten von der fortschreitenden Verknappung des Nahrungsangebots bedroht. Ein Problem, mit dem sich auch das Hagener Imkerehepaar Jovita und Ramunas Lange auseinandersetzen musste. Jetzt verlässt das Paar die heimische Region. [lesen Sie mehr...]
Sonntag, 24. Februar 2008
Neue Behandlungsmethoden gegen die Varroatose

Gemeinsam geht es oftmals besser!
Hier wollen wir einmal die neuen Präparate Thymovar und Oxuvar und ihren Einsatz beschreiben.
Das Thymovar enthält als Hauptbestandteil Thymol (125 gr. je Schwammtuch).
-Es setzt seine Wirkstoffe langsam ein (3 bis 4 Wochen) und kann dadurch Reinvasionen verhindern.
-Thymovar ist ein in Deutschland zugelassenes Tierarzneimittel.
-Bei seinen Inhaltsstoffen handelt es sich um naturidentische Substanzen (ätherisches Thymianöl).
-Es verflüchtigt sich bei Zimmertemperatur.
-Natürlicher Bestandteil bestimmter Honige, z. B. Lindenhonig
-EU-Zulassung seit 1994
-Thymol finden Sie auch in vielen Präparaten und Lebensmitteln, die dem Menschen bestimmt sind, z. B. : Zahnhygiene, Erkältungsmittel, Aromastoffe in Getränken und Speisen.
Behandlung:
2 Anwendungen pro Behandlung:
-1 x je 3 bis 4 Wochen (in NRW Anfang Juli, direkt nach der Abschleuderung)
-1 x im Spätsommer
Temperaturanforderung:
Minimum: 15 Grad Celsius
Maximum: 30 Grad Celsius
Ideal: 25 Grad Celsius
Folgende Hinweise erscheinen uns wichtig:
-Boden muss geschlossen sein
-Flugloch weit öffnen
-Wenn möglich, nicht mit Folie abdecken
-5 mm Abstand zum Beutendeckel halten
-Präparat neben die Brut legen
-Futterabnahme: Kurzes Auffüttern vorher, dann Behandeln und Hauptfüttern.
Ergebnisse der Institute:
86,5 % Wirksamkeit (Kirchhain 2004, Berg)
92,6 % Wirksamkeit (Mayen 2004, Otten)
Fazit: Die Wirkung ist vergleichbar mit der der Ameisensäure,
wirkt aber n i c h t in die verdeckelte Brut.
Dafür ist der Einsatz einfacher.
Nachteil:
- Wirkung setzt nicht sofort ein, erst nach 1 Woche ist die Spitze erreicht (daher zur "Schnell"sanierung nicht geeignet)
-Thymovar kann von den Bienen abgetragen oder propolisiert werden. Bei Propolisierung bleibt die Wirkung aber erhalten.
Rückstände im Honig:
-0,26 mg Thymol je kg Honig wurden nach 3 Jahren ununterbrochenen Einsatzes nachgewiesen.
-Geschmacklich wahrnehmbar ist Thymol erst ab 1,1 mg.
-Höchstgrenzen für Thymol in der EU noch nicht bekannt (in der Schweiz beträgt der höchstzulässige Wert 0,8 mg/kg Honig.
Interessantes zu Thymol:
Die Ausdampfung von Thymol wurde unter verschiedenen Bedingungen getestet und dabei wurde festgestellt, dass inerhalb von 50 Tagen das Präparat vollständig abgebaut ist.
Voraussetzung: Belüftung (im Bienenstock gegeben)
Oxuvar:
-Die Oxalsäure wurde 1769 im Sauerklee entdeckt, allerdings auch nunmehr im Tee, Rhabarber und Honig.
-Seit Mitte 1980 wird die Oxalsäure in Osteuropa eingesetzt, so aktuell auch in Russland.
-Der ph-Wert liegt unter 1, also ist dieses Säure sehr sauer und toxisch für die Varroa.
-Oxalsäure erlangte die biologische Zulassung in der EU in 1999.
-Ihre Wirkung beträgt über 95 % bei Brutfreiheit
Sicherheits- und Benutzerhinweise:
-Kein Hautkontakt(Handschuhe, Schutzbrille)
-Oxalsäureflasche wird im Wasserbad erwärmt.
-Saccharosepulver vollständig in das Behältnis füllen.
-Anschließend gut verschließen und schütteln.
-3 Wochen nach dem ersten Frost (November-Dezember) anwenden
-Umgebungstemperatur: Höher 2 Grad Celsius
-Auf Bienen träufeln / bei zweiräumigen Völkern aufreissen.
Ramunas Lange
Montag, 18. Februar 2008
Heilwirkung aus dem Bienenstock

Unter den natürlichen Produkten mit heilender Wirkung nimmt Propolis einen wichtigen Platz ein.
Das Wort PROPOLIS stammt aus dem Griechischen. Es setzt sich aus dem Wort PRO (vor) und POLIS (Stadt) zusammen und bedeutet soviel wie "Verteidigungsanlage vor einer Stadt".
Das Bienenkittharz: "Propolis" ist das wirksamste natürliche Antibiotikum, auf das der Mensch je gestoßen ist, und erstaunlicherweise erfolgte diese erste Entdeckung wahrscheinlich bereits vor mehr als 4000 Jahren. (Mumifizierung der agyptischen Mumien)
Propolis ist eine wachsartige, balsamähnliche, harzige Masse, die Blatt- und Blütenknospen schützt und vor dem Austrocknen bewahrt.
Es besteht im wesentlichen aus Harzen, Wachsen, bis zu 70 ätherischen Ölen und unlöslichen Bestandteilen und enthält unter anderem Gerbstoffe, Aldehyde, aromatische Substanzen, Terpen, Flavonoide (z.B. Galangin), Benzolsäure und Ferulasäure. Außerdem enthält es wertvolle Spurenelemente (z.B. Zink und Eisen) und Vitamine (z.B. Vitamin B und E).
Propolis kann durch Abschaben bzw. Abkratzen der Wände und eignes dafür geschaffenen Propolis Gittern innerhalb des Bienenstocks gewonnen werden.
Die seit 4000 Jahren bekannten vielfältigen Eigenschaften von Propolis sind:
• Antibiotische Wirkung (natürliches Antibiotikum)
• Krampfstillend (vor allem bei Bronchial Asthma)
• Verbesserung der Darmbewegungen (Peristaltik)
• Antidepressive Wirkung
• Verbesserung der Aufnahme von Vitamin C
• Verbesserung der Aufnahme von Kalzium
• Nachlassen von Krämpfen durch Unterbinden des toxischen Effektes der Milchsäure
• Entzündungshemmend in Gelenken
• Desinfizierende Wirkung
• Eliminieren von Darmwürmern
• Beschleunigt und verbessert (wissenschaftlich bestätigt) die Wundheilung bei
Bindegewebe, Schleimhaut und Knochenepithelien.
Hier seien einige uns bekannte Dareichungsformen genannt:
• Alkoholische Lösung
• Kapseln zum Schlucken
• Creme zum Auftragen auf die Haut
• Zahnpasta
• Mundwasser
• Öl-Lösung
• Zäpfchen gegen Hämorrhoiden
Die Menschen kennen Propolis zwar noch nicht so lange wie den Honig, aber wussten bereits mehrere Jahrtausende vor unserer Zeit von seiner konservierenden Wirkung.
Schon die Priester des alten Ägyptens haben es zum Einbalsamieren ihrer Mumien genutzt oder gebrauchten es in großen Mengen für chemische Zwecke. Auch die Griechen und die Römer kannten Propolis.
Einen weiteren Nachweis über Propolis aus der Zeit des Altertums liefert der berühmte griechische Philosoph Aristoteles.
Er hatte sich einen durchsichtige Bienenstock gebaut, um das Leben eines Bienenstaates eingehend zu studieren. Doch wollten die Bienen nach seiner Aussage ihre Geheimnisse nicht enthüllen und bedeckten die durchsichtige Wand des Stocks mit einer dunkelfarbigen Substanz, wahrscheinlich Propolis.
Auch in Persien und bei den Inkas wurde Propolis genutzt, ebenso wird Propolis in medizinischen Schriften Georgiens aus dem 12. Jahrhundert erwähnt.
Als Höhepunkt der Anwendung von Propolis kann sicherlich der Burenkrieg in Südafrika bezeichnet werden, bei dem um 1900 Propolis wegen seiner hochwirksamen desinfizierenden und wundverschließenden Eigenschaften verwendet wurde. Es zeigte sich, dass nur die Verwundeten überlebten, die mit Propolislösung versorgt wurden.
Sicher ist auch, dass später die italienischen Geigenbauer durch Propolislack ihren Instrumenten Spannung, Festigkeit und eine schöne dunkle Farbe geben konnten.
Propolis war aber vor allem als keimhemmendes und abtötendes Heilmittel bekannt und wurde von den alten Griechen über Napoleon bis hin zu den Russen im 2. Weltkrieg bei Kriegsverletzungen als Wundheilmittel verwendet.
Heute wird Propolis von verschiedenen Wissenschaftlern wiederentdeckt, nachdem es eine lange Zeit vergessen war.
Ramunas Lange
Montag, 18. Februar 2008
Apitherapie

In Osteuropa und auch in Asien wissen die Menschen viel mehr über die Heilwirkung von Bienenprodukten; bei uns haben wohl nur Arzneien der klassischen Schulmedizin Aussicht auf Anerkennung. So ist es da auch kein Wunder, dass diese auch primär erforscht werden. Gute Literatur über apitherapische Medizin zu finden ist nicht leicht, doch: Suchen Sie selbst einmal - Sie werden finden ...
Honig werden günstige Wirkungen auf Herzmuskeln und Leberfunktionen nachgesagt, wenn man ihn über längere Zeit regelmäßig isst. Äußerlich hilft er auf kleinen und auf schlecht heilenden Wunden dreifach: a) er nährt die Haut b) er tötet Keime c) er hält die Wunde feucht.
Besonders Manukahonig (Teebaumstrauch / verwandt mit dem deutschen Heidekraut) hat hier in ersten Tests seine antibiotische Wirksamkeit unter Beweis gestellt. In gereinigter und sensorisch untersuchter Form wird er in einigen Kliniken Europas eingesetzt.
Ferner ist die Narbenbildung oftmals deutlich geringer. Auch hier gibt es an Kliniken erste Versuche, wobei Wundgelegene mit Honig plus Wegerichextrakt eingerieben werden.
Die Kombinationswirkungen von Bienenprodukten und anderen Heilsubstanzen ist leider zu wenig erforscht.
Honig wirkt als schnelles Kraftpaket, z. B. bei Sportlern, besser und zuverlässiger als isolierter weißer Traubenzucker. Es helfen dabei einige der über 200 Begleitstoffe.
Bienengift wirkt auf unseren Stoffwechsel anregend. Bekannt ist die antirheumatische Wirkung. In Polen z. B. gibt es Rheumakliniken, die für ärztlich beaufsichtigte Stichserien Bienen halten (Dr. Jan Giza im Zentrum für Naturmedizin in Kazimierz Dolny.)
Jovita und Ramunas Lange
Sonntag, 3. Februar 2008
Gesundes aus dem Bienenstock

Nicht nur dekorativ, sondern auch gesund.
Bienenprodukte:
- Bienenhonig:
Definition lt. Honigverordnung:
"Honig ist ein flüssiges,dickflüssiges oder kristallines Lebensmit-
tel, das von Bienen erzeugt wird, indem sie Blütennektar, andere Sekrete von Pflanzenteilen oder auf lebenden Pflanzen befindliche Insekten aufnehmen, durch körpereigene Sekrete bereichern und verändern, in Waben speichern und dort reifen lassen."
Kurz zusammen gefasst bedeutet dies:
Ob Kräuter, Blumen, Bäume oder Büsche - in jeder Pflanze zirkulieren Säfte, die für Wachstum und Ernährung zuständig sind.
Zum Ausgleichen dieses Saftleitungssystems gibt es so etwas wie Ventile (Drüsen), die Nektarien genannt werden, weil sie eine klare, zuckerhaltige Substanz absondern, den Nektar, den die Bienen dann sammeln, verarbeiten und in ihrem Bienenstock einlagern.
Auch verschmähen die Bienen nicht den Pflanzensaft naschender Läuse, den sie absodern (Entstehung von Waldhonig).
Mit einer Konzentration von 60 % Zucker wird der Nektar in die Wabenzellen gefüllt. Den Reifungsprozess bewirken die Arbeits-bienen, indem sie mit den Flügeln fächeln und damit
die Wasserverdunstung fördern. Hat der Honig eine Konzent-ration von 80 % Zucker erreicht, wird die Wabenzelle von den Bienen verdeckelt.
Gesamtzusammensetzung von Honig:
Glucose - Traubenzucker, Dextrose (Monosaccharid) 32 %
Fructose - Fruchtzucker (Monosaccharid) 39 %
Maltose - Malzzucker (Disaccharid) 7 %
Polysaccaride 2 %
Gesamtzucker 80 %
Rest:
ca. 20 % Wasser, Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Enzyme (Fermente) und Hormone.
Verglichen mit dem Inhalt eines der angepriesenen Multi-vitaminpräparaten ist der Anteil von Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen und Enzymen im Honig sehr gering. Nachgewiesen sind Vitamin B 1 und B 2, Nicotinamid, Thiamin, Riboflavin, Biotin und Ascorbinsäure (Vitamin C).
Alle diese Inhaltsstoffe haben in der menschlichen Ernährung eine wesentliche Bedeutung. Mit Hilfe medizinischer Technollogie kann man genau berechnen, wieviel der Mensch für seine Funktionstüchtigkeit davon täglich benötigt. So entstehen Pillen in exakter Zusammensetzung, die einen bestens versorgen sollen.
Leider wird aber vergessen, dass die so auf kleinstem Raum zusammengepressten, zum Teil künstlich erzeugten Präparate so in der Natur nicht vorkommen - gerade ein Lebensmittel wie Honig ist in seiner Zusammensetzung von der Natur so unvergleichlich gut komponiert und hat in unserer Ernährung eine wichtige Rolle eingenommen.
Honigsorten:
Akazienhonig: klare Farbe. Hat einen zarten Duft, mild im Geschmack und besonders bei Kindern beliebt. Er kristalliert kaum und läßt sich gut in Getränke einrühren.
Buchweizenhonig: ist ziemlich dunkel, mit harzigem Geschmack und wohl nicht jedermanns Sache. Enthält viele Spurenelemente und soll sich besonders auf Verdauung und Stoffwechsel positiv auswirken
Heidehonig: ist von typischer, rötlich-brauner Farbe. Kräftig, aromatisch-herb im Geschmack. Kristalliert gelleeartig aus. Heidehonig enthält viel Eisen, bringt also Energie.
Kastanienhonig: bernsteinfarben. Herb im Geschmack, leicht bitter, soll die Blutzirkulation stimulieren.
Kleehonig: elfenbeinfarbig. Salbenartige Konsistenz, sehr mild. Soll beruhigend wirken.
Lavendelhonig: durchscheinend klar. Unvergleichliches Aroma, der krampflösend und schmerzlindernd sein soll.
Lindenhonig: hellgrün. Charakteristischer Geschmack, der an Lindenblüten erinnert. Soll bei Kopfschmerzen und Erkältungskrankheiten helfen.
Löwenzahn: hellgelb. Hocharomatisch mit typischem Geschmack. Soll bei Verdauungsstörungen, Leber- und Gallenleiden helfen.
Obstblüte: sehr hell. Mild-neutraler Geschmack. Soll bei der Aufnahme von Mineralstoffen aus der Nahrung helfen.
Pinienhonig: dunkelbraun. Bleibt sehr lange flüssig. Kerniger Geschmack. Bewährtes Hausmittel gegen Bronchitis.
Rapshonig: sehr hell. Kristalliert sehr schnell aus. Schmeckt mild. Wirkt lindernd und enstpannend. Kinder mögen Rapshonig.
Rosmarinhonig: bersteinfarben. Schmeckt sehr aromatisch. Soll sich positiv bei Lebererkrankungen auswirken und die Zeller-neuerung aktivieren.
Tannenhonig: grünlich bis schwarz. Bleibt lange flüssig. Schmeckt etwas harzig. Soll bei Bronchitis helfen (Inhalation).
Waldhonig: hellbraun bis rötlich. Bleibt lange flüssig. Schmeckt angenehm würzig. Hausmittel bei Erkältungen und Nervosität.
Gelee Royale: Gelee Roylae (Weiselfuttersaft) werden Wunder-kräfte zugeschrieben. Ein italienischer Forscher bezeichtnete es einmal als "Zündkerze des Lebens".
Produziert wird Gelee Royale in den Futtersaftfrüsen von zwei Wochen alten Bienen, die als Ammen im Stock Dienst führen.
Eine damit aufgezogene Bienenkönigin hat eine Lebenserwart-ung von bis zu fünf Jahren und übersteigt somit die Lebensdauer ihrer Arbeiterinnen um ein Vielfaches.
Gelee Royale werden heilende und aufbauende Effekte nachgesagt.
Letzendliche medizinische Ergebnisse liegen leider noch nicht vor.
Propolis: Propolis (Kittharz) wird ebenso von den Bienen produziert, und zwar aus harzigen Knospensekreten (Roß-kastanien, Lärchen, Pappeln werden hierfür angeflogen).
Propolis ist ein natürliches Antibiotikum, mit dem die Bienen Fremdkörper, die zu groß sind, um sie zu entfernen (z. B. in den Bienenstock eingedrungene und
von den Bienen abgestochene Spitzmäuse) überzogen, Wabenzellen für die Brut präpariert, der Bienenstock gegen Zugluft und Feuchtigkeit isoliert.
Nach vielfachen Berichten soll sich Propolis als entzündungs-hemmend auswirken und sich schon in Fällen als hilfreich erwiesen haben, wo die Chemie versagt hat.
Bienengift:
Noch in der Erprobung. Soll bei rheumatischen Erkrankungen und anderen Gelenkleiden helfen. Wird in der Apitherapie eingesetzt (siehe Apitherapiebund, unter LINKS).
Blütenpollen:
Hierbei handelt es sich um von den Bienen mit Honig ummantelten Blütenstaub, der reich an Eiweiß und Mineralstof fen ist und hauptsächlich im Bienenstock für die Aufzucht der Brut verwendet wird.
Wir Menschen können dieses an Hormonen reiches Lebensmittel in unseren Ernährungsplan mit aufnehmen, um Leiden wie Wechseljahre, Prostataprobleme u. a. zu lindern oder gar zu beheben.
Januar: Hasel
Februar: Erle, Hasel
März: Hasel, Erle, Pappel, Ulme, Weide
April: Birke, Eiche, Erle, Esche, Flieder, Gräser, Hainbuche, Hasel, Pappel, Raps, Rotbuche, Ulme, Weide, Wiesen-Fuchsschwanz
Mai: Birke, Eiche, Flieder, Gerste, Gräser, Hafer, Hainbuche, schwarzer Holunder, Hopfen, Kiefer, Linde, Platane, Robinie, Roggen, Raps, Rotbuche, Spitzwegerich, Wiesen-Fuchsschwanz
Juni: Brennnessel, Gänsefuß, Gräser, Hainbuche, schwarzer Holunder, Liguster, Linde, Mais, Raps, Roggen, Robinie, Spitzwegerich
Juli: Beifuß, Brennnessel, Gänsefuß, Glaskraut, Gräser, Liguster, Mais, Traubenkraut, Raps, Roggen, Spitzwegerich
August: Beifuß, Brennnessel, Gänsefuß, Glaskraut, Gräser, Mais, Traubenkraut, Roggen, Spitzwegerich, Wiesenschwingel
September: Beifuß, Brennnessel, Gänsefuß, Glaskraut, Glatthafer, Gräser, Mais, Traubenkraut, Spitzwegerich, Wiesenschwingel
Oktober: Brennnessel, Gänsefuß, Glaskraut, Gräser, Traubenkraut
Bienewachs:
Findet nicht nur Verwendung in der Kerzenherstellung sondern auch in der Herstellung von Kosmetika (Lippenstifte, Cremes und Salben). Bei der Verwendung als Kosmetikabestandteil sollte das Wachs vorher labortechnisch auf Rückstände unter-sucht werden.
Jovita Lange
Freitag, 1. Februar 2008
Mit Gänsefeder und Perizin

Oxalsäurebehandlung im Spätherbst bei Brutfreiheit - so ist es richtig!
Mit Gänsefeder und Perizin...
So oder so ähnlich könnte eine Umschreibung über die traditionelle Imkerei in Deutschland aussehen.
Die Tradition ist eine gute Sache, die uns nicht vergessen lässt, woher wir kommen und wer wir sind, doch:
Wird sie auch bei evoluierender landwirtschaftlicher Nutztierhaltung angewandt, kann sie sich schnell zu Rückständigkeit entwickeln.
Die Natur ist schon lange nicht mehr so, wie sie einmal vor 20 und mehr Jahren gewesen ist. Beginnend bei der ekstensiven Bewirtschaftung von Flächen (wer kennt sie noch, die bunten Wiesen, den blühenden Löwenzahn) und des dadurch sehr eingeschränkten Pollenangebots für unsere lieben Bienen über industrieller Umweltverschmutzung und genmanipuliertem Anbau von Mais und Raps - es ist heute alles ganz anders als früher.
Die Winter werden milder und kürzer, die Sommer länger und heißer und die Feinde unserer Bienen immer mächtiger.
Allein die Varroa rafft nicht selten 30 % und mehr unserer Bienenvölker in Deutschland hin.
Hier sind veraltete Betriebsweisen in deutschen Imkereien ein großer Gefahrenherd - Neuerungen und ein Umdenken müßen dringend her.
Eine Schulung unserer Freizeitimker tut dringend Not und die geplanten Kurse für "Geprüfte Freizeitimker" wirken wie ein Silberstreif am Horizont, gehen aber sicherlich nicht weit genug.
Wie der Sachkundenachweis, so sollte auch eine verbindliche Ausbildung für eine moderne Betriebsweise, angepaßt an die heutigen Umwelteinflüsse und ihre Gefahren, Pflicht für alle Imker des DIB´s sein.
Die Reinvasion der Varroatose - und nicht die Viren, die ganz eindeutig eine Sekundärerkrankung sind - ist das größte Problem der deutschen Imkerschaft. Da mögen die Institute und auch unsere Bienenzeitungen schreiben, was sie denn wollen ...
Arunas Toliuschis
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