Aktuelles 2010
Und wieder einmal liegt ein ereignisreiches Jahr 2010 hinter uns – viele von uns werden sich zurücklehnen und resümierend feststellen: War das eine Bienensaison …!
Ein kalter Frühling mit langersehnter und dann plötzlich massiv einsetzender, kurzer Rapstracht, erfüllte nur die wenigsten Imkererwartungen. Nach der Tracht im Raps gingen viele Völker völlig aus der Brut und wer hier gewartet hatte (keine Reizfütterung mit Honig, da die Situation nicht verstanden wurde), fand eine abgemagerte, unterernährte, Bienenkönigin und ein für eine eventuelle Nachfolgetracht nicht zu gebrauchendes Bienenvolk vor.
In vielen Regionen Deutschlands war 2010 ein intensives Schwarmjahr und stellte so manchen Imker auf eine Geduldsprobe.
Wer im zurückliegenden Jahr Robinienhonig geerntet hatte, konnte sich glücklich schätzen; die empfindliche Blüte war in vielen Regionen durch Nachtfröste geschädigt. Imkerkollegen, die ihre angestammten Wanderplätze in der „Akazie“ anfuhren, staunten nicht schlecht: „Keine Blüten zu sehen.“
Die Sommertracht (Linde, Himbeere, Brombeere) entschädigte so manchen Standimker und füllte die Honigläger – Durchschnittsernten von 40-50 kg (erwirtschaftet in reiner Standimkerei) waren keine Ausnahme.
Besonders erfreulich kann hier festgestellt werden, dass die Waldtracht nach vielen mageren Jahren sensationell gut ausgefallen ist – die Gottesehrfurcht wurde hier dann auch auf eine harte Probe gestellt: Gier und Vernunft kämpften miteinander; soll abgeerntet und zügig behandelt werden oder noch warten …?
Naja, nicht jeder Imker konnte starke Völker einwintern – die Schuld hierfür trägt nicht selten der Bienenfreund selbst.
Wem es gelungen ist, seine Völker rechtzeitig abzuernten und gegen „die Milbe“ zu behandeln, winterte starke und gesunde Bienen ein.
Die gewünschte Brutfreiheit für die Restentmilbung (Oxsalsäurebehandlung) war in unserer Region wieder um die Weihnachtszeit herum - einer erfolgreichen Bienensaison 2011 steht somit nichts im Wege.



